Wissenswertes über Henry van de Velde
Henry Clement van de Velde (1863-1957) gilt heute in seinem Heimatland Belgien und auch in ganz Europa als einer der Wegbereiter der Moderne.
1881 studierte er Malerei an der Académie des Beaux-Arts in Antwerpen. Henry van de Velde begann als neoimpressionistischer Maler in geistiger Verwandtschaft mit Seurat, Signac u.a. Er stellte ganz früh zusammen mit van Gogh aus und gehörte zu dessen ersten Bewunderern. Angeregt durch die Art and Crafts Bewegung in England wandte sich van de Velde der Architektur und der Gestaltung von Möbeln, Lampen, Geschirr, Bestecken, Teppichen, Stoffen und Schmuck zu und gilt als 'Vater des modernen Design'.
Über seine Möbelentwürfe erlangte er sehr früh Geltung in Frankreich und Deutschland. In Paris stattete er z. B. die Geschäftsräume des berühmten Händlers japanischer Kunst, Samuel Bing, aus. Im Jahr 1900 zog van de Velde nach Berlin, zwei Jahre später nach Weimar, wo er als künstlerischer Berater für die Industrie und das Kunsthandwerk arbeitete. 1906/7 wurde er außerdem Leiter der Kunstgewerbeschule Weimar und im selben Jahr Gründungsmitglied des Deutschen Werkbundes. In den 30er Jahren entwickelte van der Velde sich zu einem der bedeutendsten Vertreter des Art deco. Er baute Wohn- und Verwaltungsgebäude in Belgien, Holland, Deutschland und Lettland. Neben seinem unermesslichen Werk im Sinne des Neuen Stils ist Henry van de Velde als ein Vermittler von Kunst und Künstlern auf europäischem Niveau bekannt.











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